{"id":239,"date":"2014-06-17T12:00:38","date_gmt":"2014-06-17T10:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress2.corinnemaiocchi.ch\/?p=239"},"modified":"2016-08-09T22:29:42","modified_gmt":"2016-08-09T20:29:42","slug":"es-war-einmal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.corinnemaiocchi.ch\/?p=239","title":{"rendered":"Es war einmal&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><i>(Eine wahre Birs Legende)<\/i><\/p>\n<p><em>\u00a0&#8230;vor langer, langer Zeit ein grosser, gruseliger Hai. Der lebte in den wilden Meeren zu Rotterdam, und weil er so gross und gruselig war, hatten alle andern Fische Angst vor ihm. Aus lauter Einsamkeit schwamm der Hai eines Abends in die ber\u00fchmte Haifischbar und trank dort ordentlich einen \u00fcber den Durst. Und w\u00e4hrend er so plantschte und trank, konnte er seine Glubschaugen nicht von der heissen Hilde lassen, die ihren Fischschwanz so anmutig um die Stange schlang, dass er sich nach dem siebten Bier vollends, unendlich und f\u00fcr alle Zeiten in sie verliebte hatte.<\/em><\/p>\n<p><em>Und als sie sich nach getaner Arbeit zu ihm treiben liess, und sie zusammen noch etwas weitertranken, verliebte sich auch Hilde tief, aufrichtig und f\u00fcr einen ganzen Abend lang in ihn. Und so geschah es, dass sie beschlossen, Rhein aufw\u00e4rts in eine gemeinsame Zukunft zu schwimmen. Sie schwammen und schwammen, bis der Schlaf sie \u00fcberfischte. Und als der grosse, gruslige und jetzt auch gl\u00fcckliche Hai am Morgen erwachte, hatte er zwar einen gewaltigen Kater, daf\u00fcr aber war seine Geliebte verschwunden.<\/em><\/p>\n<p><em>Bestimmt ist meine Liebste flussaufw\u00e4rts vorausgeeilt, beruhigte er sich, und machte sich auf, sie wieder einzuholen. Doch wie weit er auch gen\u00a0S\u00fcden weiterreiste, die Sch\u00f6ne blieb verschwunden. Erst als der Hai v\u00f6llig entkr\u00e4ftet beim Hotel Drei K\u00f6nig vorbeischwamm, d\u00e4mmerte ihm, dass seine Hilde ihn vielleicht verlassen haben k\u00f6nnte. Da kamen dem Fisch so grosse Tr\u00e4nen, dass er nichts mehr sehen konnte, und beim Birsk\u00f6pfli versehentlich in die Birs einbog.<\/em><\/p>\n<p><em>Und so schwamm er das Fl\u00fcsschen hoch Richtung Quelle, verzweifelt und mit gebrochenem Herzen, bis f\u00fcr seinen grossen K\u00f6rper kein Durchkommen mehr war und er, auf dem R\u00fccken liegend , seine letzten Schwimmz\u00fcge tat&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Sein Geist aber h\u00f6rt bis heute nicht auf, nach seiner Liebsten zu suchen. Uns so schwimmt er jedes Jahr zur heissen Jahreszeit, wenn der Mond rund ist und die Turmuhr zw\u00f6lf schl\u00e4gt, Richtung Birsk\u00f6pfli und von dort aus direkt in die Bar in Rotterdam. In welcher er sich Jahr f\u00fcr Jahr sieben Biere genehmigt und vergebens auf seine Hilde wartet. <\/em><\/p>\n<p><em>Aber nur die zarten, leisen und geduldigen Menschenseelen k\u00f6nnen ihn auf seiner Reise beobachten. F\u00fcr alle anderen bleibt er unsichtbar und sein Geheimnis f\u00fcr immer verborgen. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Dokument ist durch eine gl\u00fcckliche F\u00fcgung in die H\u00e4nde der Flussfrau gelangt, und hiermit erstmals der breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich&#8230;Also ihr zarten Seelen, zweifelt nicht an eurer Wahrnehmung, sondern setzt euch weiterhin an den Fluss, lasst eure F\u00fcsse vom Wasser umspielen und eurer Fantasie derweil Fl\u00fcgel wachsen!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Z\u00fcri West - I sch\u00e4nke dr mis H\u00e4rz\" width=\"660\" height=\"495\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hgfy0SinAdg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Eine wahre Birs Legende) \u00a0&#8230;vor langer, langer Zeit ein grosser, gruseliger Hai. 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